Arbeitnehmende

Arbeitnehmende können Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung haben, wenn sie ihre Erwerbstätigkeit wegen der aufgeführten Gründe unterbrechen mussten und ihr Arbeitgeber den Lohn nicht weiter ausbezahlt hat. Grundsätzlich läuft die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber weiter. Somit muss er die Anmeldungen für die Corona-Erwerbsersatzentschädigung einreichen und ist demnach auch für die Corona-Erwerbsersatzentschädigung anspruchsberechtigt.

Die 3 Anspruchssituationen

Wegfall Fremdbetreuung für Kinder

Sie müssen Ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen, weil die Fremdbetreuung Ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet ist und Ihr Arbeitgeber leistet keine Lohnfortzahlung? Dann können Sie eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung beantragen. Der Anspruch besteht bei Ausfall der Fremdbetreuung für Kinder unter 12 Jahren, bei Ausfall der Betreuungsmöglichkeiten für gesundheitlich eingeschränkte Kinder und Jugendliche oder wenn sich das Kind selbst in eine angeordnete Quarantäne begeben muss.

Notwendige Beilagen

  • Schriftliche Bestätigung der Schule oder Kita betreffend der Schliessung wegen Quarantänemassnahmen
  • Nachweis über die ärztlich oder behördlich angeordnete Quarantäne oder Isolation der betreuenden Drittperson
  • Die 3 letzten Monatslohnabrechnungen vor Eintritt des Wegfalls der Fremdbetreuung Ihrer Kinder
  • Bei Homeoffice: Nachweis, dass nicht mehr das ganze Arbeitspensum geleistet werden kann (Bestätigung via Arbeitgeber, z.B. Pensumsreduktion)

Angeordnete Quarantäne

Sie müssen sich aufgrund einer behördlichen oder ärztlichen Anordnung in Quarantäne begeben, weil Sie mit einer positiv getesteten Person in Kontakt waren (und nicht selber an Covid-19 erkrankt sind) und Ihr Arbeitgeber leistet keine Lohnfortzahlung? Dann können Sie eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung beantragen. Der Anspruch erlischt, sobald die Quarantänemassnahme aufgehoben wurde oder das Maximum der zur Auszahlung bewilligten Taggelder erreicht ist:

  • Quarantäne bis und mit am 7. Februar 2021: Auszahlung von 10 Taggeldern
  • Quarantäne ab dem 8. Februar 2021: Auszahlung von 7 Taggeldern (Kürzung aufgrund Bundesratsbeschluss vom 27. Januar 2021)

Notwendige Beilagen

  • Nachweis über die behördlich oder ärztlich angeordnete Quarantäne
  • Die 3 letzten Monatslohnabrechnungen vor Eintritt der angeordneten Quarantäne

Kein Anspruch besteht, wenn:

  • Sie während der Quarantäne zu 100% im Homeoffice arbeiten können.
  • Sie selber an Covid-19 erkrankt sind – in dem Fall wird über Ihren Arbeitgebenden ein Krankentaggeld ausgerichtet.
  • Sie freiwillig – d.h. ohne ärztliche oder behördliche Anordnung – in Quarantäne (Selbstisolation) gehen.

Rückreise aus dem Ausland

Wenn Sie sich nach der Rückreise aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben müssen, besteht der Anspruch nur, wenn das Land bei der Einreise noch nicht auf der Liste der Risikogebiete des BAG stand und Sie sich innert 2 Tagen bei der zuständigen kantonalen Behörde gemeldet haben.

Besonders gefährdete Personen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. Januar 2021 beschlossen, Homeoffice für obligatorisch zu erklären. Wenn Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören, haben Sie vom 18. Januar 2021 bis 31. Oktober 2021 Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung, sofern Sie Ihre Erwerbstätigkeit nicht von zu Hause aus ausüben können und dadurch einen Erwerbsunterbruch erleiden und Ihr Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leistet. Zudem müssen Sie als besonders gefährdete Personen obligatorisch bei der AHV versichert sein (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sein) und einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen weiterhin einen Lohn ausbezahlt hat, hat dieser somit Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung.

Zu den besonders gefährdeten Personen gehören Schwangere sowie Personen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind und an einer der folgenden Vorerkrankungen leiden:

  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • chronische Atemwegserkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen/Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Krebs
  • Adipositas

Wer gilt wann als nicht mehr besonders gefährdet?

  • Geimpfte Personen gelten ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfdosis nicht mehr als besonders gefährdete Personen.
  • Schwangere Frauen, die gegen Covid-19 geimpft sind, gelten während 12 Monaten ab vollständig erfolgter Impfung nicht mehr als besonders gefährdete Personen.
  • Genesene Personen: Personen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben und als genesen gelten, werden während sechs Monaten ab dem 11. Tag nach der Bestätigung der Ansteckung nicht mehr als besonders gefährdet eingestuft.

Anmeldefrist

Die Frist für die Einreichung eines Antrags auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung läuft bis spätestens 31. Dezember 2021.

Notwendige Beilagen

Der Anmeldung ist ein ärztliches Attest beizulegen, welches bescheinigt, dass die antragsstellende Person zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen (gem. Anhang 7 der Covid-19-Verordnung 3) gehört.

Mehrere Arbeitgeber

Sie haben mehrere Arbeitgeber, die bei verschiedenen Ausgleichskassen abrechnen?

In diesem Fall müssen Sie in allen 3 vorgängig erwähnten Anspruchssituationen nur ein Anmeldeformular ausfüllen. Bitte führen Sie alle Arbeitgeber auf dem Anmeldeformular auf und legen Sie die Monatslohnabrechnungen aller Arbeitgeber bei. Senden Sie dieses Formular an eine der Ausgleichskassen, bei welchen Ihre Arbeitgeber abrechnen. Informieren Sie danach all Ihre Arbeitgeber, bei welcher Ausgleichskasse Sie die Anmeldung eingereicht haben. Die Ausgleichskasse wird die Entschädigung für alle Arbeitsverhältnisse direkt an Sie (Arbeitnehmer) auszahlen. Beachten Sie, dass Ihr Gesamttagesansatz maximal CHF 196.– beträgt, unabhängig davon, wie viele Arbeitgeber Sie haben.

Corona-Hotline

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