Arbeitgebende

Arbeitgebende können zusätzlich zur Kurzarbeitsentschädigung (ausgerichtet vom Kanton) in den nachfolgenden Situationen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung haben.

Die 4 Anspruchssituationen

Erwerbsausfall für Arbeitnehmende wegen Wegfall Fremdbetreuung für Kinder

Ihre Arbeitnehmenden müssen die Erwerbstätigkeit unterbrechen, weil die Fremdbetreuung ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet ist? Dann können Sie für Ihre Arbeitnehmenden eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung beantragen, sofern Sie diesen weiterhin einen Lohn auszahlen. Der Anspruch besteht bei Ausfall der Fremdbetreuung für Kinder unter 12 Jahren, bei Ausfall der Betreuungsmöglichkeiten für gesundheitlich eingeschränkte Kinder und Jugendliche oder wenn sich das Kind selbst in eine angeordnete Quarantäne begeben muss.

Notwendige Beilagen

  • Schriftliche Bestätigung der Schule oder Kita betreffend der Schliessung wegen Quarantänemassnahmen
  • Nachweis über die ärztlich oder behördlich angeordnete Quarantäne oder Isolation der betreuenden Drittperson

Kein Anspruch besteht:

  • wenn die Arbeit neben der Kinderbetreuung zu 100% im Homeoffice verrichtet werden kann.
  • während den ordentlichen Schulferien.

Erwerbsausfall für Arbeitnehmende wegen angeordneter Quarantäne

Ihre Arbeitnehmenden müssen sich aufgrund einer behördlichen oder ärztlichen Anordnung in Quarantäne begeben, weil sie mit einer positiv getesteten Person in Kontakt waren (und nicht selber an Covid-19 erkrankt sind)? Dann können Sie für Ihre Arbeitnehmenden eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung beantragen, sofern Sie diesen weiterhin einen Lohn auszahlen.

Der Anspruch erlischt, sobald die Quarantänemassnahme aufgehoben wurde oder das Maximum der zur Auszahlung bewilligten Taggelder erreicht ist:

  • Quarantäne bis und mit am 7. Februar 2021: Auszahlung von 10 Taggeldern
  • Quarantäne ab dem 8. Februar 2021: Auszahlung von 7 Taggeldern (Kürzung aufgrund Bundesratsbeschluss vom 27. Januar 2021)

Notwendige Beilagen

Nachweis über die behördlich oder ärztlich angeordnete Quarantäne.

Kein Anspruch besteht, wenn:

  • Ihre Arbeitnehmenden während der Quarantäne zu 100% im Homeoffice arbeiten können.
  • Ihre Arbeitnehmenden selber an Covid-19 erkrankt sind – in dem Fall wird über den Arbeitgebenden ein Krankentaggeld ausgerichtet.
  • Ihre Arbeitnehmenden freiwillig – d.h. ohne ärztliche oder behördliche Anordnung – in Quarantäne (Selbstisolation) gehen.

Rückreise aus dem Ausland

Wenn Ihre Arbeitnehmenden sich nach der Rückreise aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben müssen, besteht der Anspruch nur, wenn das Land bei der Einreise noch nicht auf der Liste der Risikogebiete des BAG stand und sie sich innert 2 Tagen bei der zuständigen kantonalen Behörde gemeldet haben.

Besonders gefährdete Personen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. Januar 2021 beschlossen, Homeoffice für obligatorisch zu erklären. Wenn jemand von Ihren Arbeitnehmenden zu den besonders gefährdeten Personen gehört, hat diese Person vom 18. Januar 2021 bis 31. Oktober 2021 Anspruch auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung, sofern sie die Erwerbstätigkeit nicht von zu Hause aus ausüben kann und dadurch einen Erwerbsunterbruch erleidet. Voraussetzung ist, dass Sie dieser Person weiterhin einen Lohn auszahlen, in diesem Fall sind Sie als Arbeitgebender anspruchsberechtigt. Zudem müssen besonders gefährdete Personen obligatorisch bei der AHV versichert sein (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sein) und einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.

Zu den besonders gefährdeten Personen gehören Schwangere sowie Personen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind und an einer der folgenden Vorerkrankungen leiden:

  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • chronische Atemwegserkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen/Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Krebs
  • Adipositas

Wer gilt wann als nicht mehr besonders gefährdet?

  • Geimpfte Personen gelten ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfdosis nicht mehr als besonders gefährdete Personen.
  • Schwangere Frauen, die gegen Covid-19 geimpft sind, gelten während 12 Monaten ab vollständig erfolgter Impfung nicht mehr als besonders gefährdete Personen.
  • Genesene Personen: Personen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben und als genesen gelten, werden während sechs Monaten ab dem 11. Tag nach der Bestätigung der Ansteckung nicht mehr als besonders gefährdet eingestuft.

Anmeldefrist

Die Frist für die Einreichung eines Antrags auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung läuft bis spätestens 31. Dezember 2021.

Notwendige Beilagen

Der Anmeldung ist ein ärztliches Attest beizulegen, welches bescheinigt, dass die antragsstellende Person zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen (gem. Anhang 7 der Covid-19-Verordnung 3) gehört.

Kurzarbeitsentschädigung für Arbeitgebende

Die wichtigsten Informationen und Unterlagen zur Kurzarbeitsentschädigung finden Sie auf der Website von GastroSuisse. Ergänzende Informationen finden Sie zudem auf der Website von arbeit.swiss. Betreffend Fragen zur Kurzarbeit wenden Sie sich bitte an die zuständigen Kantonalen Amtsstellen (KAST).

Corona-Hotline

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