Familienzulagen

Familienzulagen sollen die Kosten, die den Eltern für ihre Kinder entstehen, teilweise decken.

Anmeldung

Wann besteht Anspruch?

  • Arbeitnehmende und Selbstständigerwerbende haben Anspruch auf Familienzulagen, wenn sie ein AHV-pflichtiges Einkommen von mindestens CHF 7‘170.– im Jahr oder CHF 597.– monatlich erzielen.
  • Angestellte, die weniger verdienen, können bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen Familienzulagen für Nichterwerbstätige beantragen.
  • Im Fall von mehreren Arbeitgebenden werden die Löhne zusammengezählt. Zuständig für die Familienzulagen ist der Arbeitgebende, der den höchsten Lohn ausbezahlt.

Online-Meldung – spart Zeit

Mit dem innovativen Kundenportal PartnerWeb-connect sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Papier. Als PartnerWeb-connect-Kund/in können Sie die Anmeldung für Familienzulagen ganz einfach online vornehmen. Das Angebot ist kostenlos.

Neben PartnerWeb-connect stehen Ihnen unser Lohnprogramm miruSocial und die Schnittstellen mirusConnect zur Verfügung. Der klar geführte Anmeldeprozess ermöglicht Ihnen eine automatische Abwicklung der Familienzulagen.

Anmeldung via Formular

Noch nicht online unterwegs?

  • Ihre Mitarbeiterin oder Ihr Mitarbeiter füllt das Formular aus, legt die notwendigen Unterlagen bei und leitet es an Sie weiter.
  • Vervollständigen Sie die Angaben des Arbeitgebenden auf Seite 1.
  • Senden Sie uns die unterschriebene Anmeldung inkl. aller Beilagen. Bitte reichen Sie Ihren Antrag nur einmal ein:

GastroSocial Ausgleichskasse | Team Familienzulagen | Postfach | 5001 Aarau
familienzulagen@gastrosocial.ch

Welche Unterlagen sind der Anmeldung beizulegen?

  • Schweizer Staatsangehörige: Eheschein/Familiennachweis oder Geburtsscheine der Kinder
  • Ausländer (Eltern): Aufenthaltsbewilligungen/Ausländerausweise und Eheschein
  • Ausländer (Kinder): Aufenthaltsbewilligungen/Ausländerausweise und Geburtsschein
  • Für im Ausland wohnende Kinder: Aktuelle Bestätigung des zuständigen Amts für Kindergeld im Wohnstaat der Kinder (die Anfrage via grenzüberschreitenden elektronischen Datenaustausch an die zuständigen Behörden im Ausland erfolgt direkt durch GastroSocial)
  • Ledige Personen: Geburtsscheine der Kinder, Bestätigung über gemeinsame elterliche Sorge, Vaterschaftsanerkennung
  • Geschiedene oder getrennte Personen: Auszug aus dem Scheidungs- bzw. Trennungsurteil betreffend Sorge-/Obhutsrecht
  • Für Kinder über 16 Jahre: Aktuelle Ausbildungsbestätigung (nach Schulbeginn) oder ärztliches Zeugnis bei Erwerbsunfähigkeit
  • Bei Bezug einer anderen Leistung: Bestätigung des Leistungserbringers (IV, ALV, UVG, KTG, MSE/VSE)

Dokumente, die nicht in einer Schweizer Landessprache verfasst sind, müssen von einem anerkannten Übersetzer übersetzt werden.

Was gilt bei Kindern und/oder Eltern im Ausland?

Familienzulagen für Kinder im Ausland werden gemäss dem Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZG) nur noch in die Staaten der EU und der EFTA entrichtet.

Grossbritannien (Vereinigtes Königreich) – spezielle Bestimmungen

Seit dem 1. Januar 2021 haben folgende Personen keinen Anspruch mehr auf Familienzulagen:

  • Britische Staatsangehörige
  • Schweizer Staatsangehörige sowie EU-Bürgerinnen und -Bürger mit Kindern, die in Grossbritannien leben

Aber: Wenn die Antragsstellenden per Stichtag 31. Dezember 2020 bereits Anspruch auf Familienzulagen hatten, erhalten sie diese weiterhin. Dies auch dann, wenn ihre Kinder nach dem Stichtag geboren werden.

Wichtig für Arbeitgebende

Um einen Doppelbezug von Familienzulagen zu vermeiden, wird regelmässig überprüft, ob und in welcher Höhe bereits Familienzulagen von einem anderen Land bezogen wurden. Diese Überprüfung wird von GastroSocial mittels Anfrage via grenzüberschreitenden elektronischen Datenaustausch an die zuständigen Behörden im Ausland vorgenommen. Sollte sich der Anspruch im Wohnstaat der Kinder ändern, ist uns dies von der leistungsbeziehenden Person umgehend schriftlich mitzuteilen.

Abwicklung

Beiträge

Die Beitragssätze sind kantonal verschieden und werden von der jeweiligen Familienausgleichskasse (FAK) festgelegt. Die FAK-Beiträge müssen Selbstständigerwerbende und Arbeitgebende für alle AHV-pflichtigen Arbeitnehmenden bezahlen, auch wenn diese keine Kinder haben.

Wie werden die Familienzulagen ausbezahlt?

  • Ihre Mitarbeiterin oder Ihr Mitarbeiter erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen für Familienzulagen. Folglich haben Sie von uns einen positiven Zulagenentscheid erhalten.
  • Die Zulagen zahlen Sie dem Arbeitnehmenden nun jeden Monat zusätzlich zum Lohn aus. Bitte beachten Sie, dass Familienzulagen nicht AHV-pflichtig sind.
  • Die ausbezahlten Zulagen statten wir Ihnen mittels pauschalem Abrechnungsverfahren zurück.

Wichtiger Hinweis

Wir empfehlen Ihnen, ohne schriftlichen Zulagenentscheid keine Leistungen an Mitarbeitende auszuzahlen. Leistungen, die Sie ungerechtfertigt entrichten, können wir nicht zurückerstatten.

Wie funktioniert das Abrechnungsverfahren bei GastroSocial?

Um die Rückerstattung an Arbeitgebende zu vereinfachen, wenden wir ein pauschales Abrechnungsverfahren an. Grundstein bildet die AHV-Lohnmeldung, welche Sie jedes Jahr einreichen und wo Sie die ausbezahlten Zulagen an die Mitarbeitenden auflisten. Dieser Betrag wird auf der nächsten Jahresabrechnung automatisch für geschuldete AHV/IV/EO/ALV/FAK-Beiträge in Abzug gebracht.