Arbeitsunfähig­keit

Beschäftigen Sie Mitarbeitende, die nicht arbeiten können, weil sie krank sind oder einen Unfall hatten? Je nach Dauer der Arbeitsunfähigkeit gelten unterschiedliche Bestimmungen. Beachten Sie auch die Unterschiede in der 1. und 2. Säule.

Invalidenversicherung

1. Säule

Sofortige Meldung bei der IV

Bitte melden Sie Arbeitnehmende, die für längere Zeit arbeitsunfähig sind, unverzüglich der zuständigen IV-Stelle. Die IV kann dann erste Massnahmen zur Begleitung und möglichen Wiedereingliederung des Arbeitnehmenden in die Arbeitswelt einleiten.

Pensionskasse

2. Säule

Die Arbeitsunfähigkeit dauert bis zu drei Monate

Nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit bezahlen Arbeitgebende und Arbeitnehmende die Beiträge während 3 Monaten im bisherigen Umfang weiter (sogenannte Wartefrist). In diesem Fall genügt es, wenn die Arbeitsunfähigkeit auf der Lohnmeldung angegeben wird.

Die Arbeitsunfähigkeit dauert länger als 3 Monate

Sind Arbeitnehmende länger als 3 Monate arbeitsunfähig, prüfen wir, ob bei den BVG-Beiträgen ein Anspruch auf eine Beitragsbefreiung zu 50% oder 100% besteht.

  • Füllen Sie dazu auf der Lohnliste für die Lohnmeldung der Pensionskasse den Abschnitt B aus.
  • Bei allen anderen Lohnmeldungen erfassen Sie bitte einen Hinweis, z.B. «seit 23. September 2021 zu 50% arbeitsunfähig».

Welche Beweisdokumente sind beizulegen?

In diesem Fall (Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Monate) benötigen wir zwingend die Arztzeugnisse oder die Taggeldabrechnungen. Die Unterlagen müssen die ganze Dauer und den Grad der Arbeitsunfähigkeit nachweisen.

Wann startet und endet die BVG-Beitragsbefreiung?

Start der Beitragsbefreiung

Nach dreimonatiger, ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit müssen arbeitsunfähige Arbeitnehmende keine BVG-Beiträge mehr bezahlen.

Danach übernimmt die GastroSocial Pensionskasse die Beiträge und führt das Konto weiter, bis der/die Arbeitnehmende wieder arbeitsfähig ist.

Ende der Beitragsbefreiung

Tritt einer der drei folgenden Fälle ein, müssen Arbeitnehmende wieder BVG-Beiträge bezahlen:

  • Die Folgen von Krankheit oder Unfall sind ausgeheilt und der/die Arbeitnehmende ist wieder arbeitsfähig.
  • Das Arbeitsverhältnis ist beendet.
  • Das ordentliche Rentenalter ist erreicht (64 Jahre bei Frauen, 65 Jahre bei Männern).

Die Beitragsbefreiung ist in jedem Fall auf 720 Tage befristet (Wartefrist von 3 Monaten eingeschlossen).

Win-win: Case Management

Auf dem Weg zurück in den Arbeitsalltag unterstützen unabhängige Spezialisten, sogenannte Case ManagerInnen, verunfallte, erkrankte oder psychisch belastete Personen. Das Angebot wird in Zusammenarbeit mit ausgewählten, unabhängigen Institutionen zur Verfügung gestellt und ist für die Versicherten freiwillig sowie kostenlos.

Kontaktieren Sie unsere Fachspezialisten: 062 837 71 71 oder case-management@gastrosocial.ch